Zeč, Nikola (Nikolaus, Nicola)

* 12.10.1883 Agram (Zagreb), † 9.7.1958 Bad Aussee/St

Sänger (Bass)

Er absolvierte in Agram das Gymnasium und studierte zwei Jahre Rechtswissenschaften. Im Schuljahr 1892/93 lernte er an der Schule des Kroatischen Musikvereins Flöte und Chorgesang. 1903−07 studierte er am Konservatorium der GdM in Wien Gesang bei Gustav Geiringer und schloss das Studium mit den besten Noten ab. 1907 debütierte er an der Volksoper Wien, und mit seinem Auftritt als Kardinal Brogny in J. Halévys Oper Die Jüdin wurde er am 1.1.1910 deren ständiges Mitglied. In der Folge trat er in mehr als 20 Opern auf, darunter 1911 in der UA von W. Kienzls Der Kuhreigen. Den größten Erfolg feierte er als Falstaff in Die lustigen Weiber von Windsor von O. Nicolai. Nach einem Engagement am Deutschen Theater in Prag (1912–15) kam er 1915 nach einem Gastspiel als Sarastro in W. A. Mozarts Zauberflöte an die Wiener Hofoper bzw. Staatsoper, wo er bereits 1912 als Hermann in R. Wagners Oper Der Tannhäuser gastiert hatte. Bis zu seiner Pensionierung 1940 trat er mit sehr großem Erfolg über 800-mal auf. Daneben Gastauftritte in Prag, Dresden/D, Berlin, Bayreuth/D, bei den Salzburger Festspielen, in Paris, London, Zagreb und Laibach. 1931 war Z. in Belgrad in G. Meyerbeers Die Hugenotten, Mozarts Die Zauberflöte und Halévys Die Jüdin zu sehen, zudem als Konzert- und Oratoriumsänger tätig. Z. verfügte über eine Bassstimme von großem Umfang und einheitlichem Klang in allen Registern. Gesanglich und schauspielerisch gelang es ihm hervorragend, bedeutende Rollen zu verkörpern, insbesondere in Opern von Mozart und Wagner. Nach Beendigung seiner Bühnenkarriere wirkte Z. als Gesangslehrer in Wien und unterstützte junge Talente.

Ehrungen

Literatur

Abbildungen

Autorinnen

  • Marijana Kokanović Marković
  • Vera Merkel

Letzte inhaltliche Änderung

17.12.2020

Empfohlene Zitierweise

Marijana Kokanović Marković, Vera Merkel, Art. „Zeč, Nikola (Nikolaus, Nicola)“ (17.12.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e790 (abgerufen am )

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