Betrieb philosophische Studien am Lyzeum seiner Heimatstadt, war daneben jedoch bereits als Zeitschriftenmitarbeiter und Dichter tätig und studierte 1835–37 Jus an der Univ. Graz. 1837–43 Militärdienst in Krakau, wo auch einige Lustspiele aus seiner Feder aufgeführt wurden, und Lemberg, 1843 Dr. phil. an der Univ. Krakau. 1843 Skriptor an der Univ.sbibliothek Krakau und 1848 an der Wiener Hofbiliothek, daneben schriftstellerische Arbeiten für Zeitungen. Noch 1848 wurde W. Archivar im Innenministerium, ein Jahr später dort Bibliothekar. 1874 vom Dienst freigestellt, Übersiedelung nach Berchtesgaden; 1891 pensioniert. 1855–91 schrieb W. an seinem Hauptwerk, dem Biographischen Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, in dessen 60 Bänden sich nahezu 1.500 Musikerbiographien finden, wodurch der „W.“ auch zu einem Standardwerk für die biographische Musikgeschichtsforschung wurde.
Gedenkstätten
- Gedenktafel am Wohn- u. Sterbehaus u. Porträtmedaillon am Grab (Berchtesgaden)
Ehrungen
- Orden der Eisernen Krone III. Klasse (u. Ritterstand) 1873
- Reg.rat 1881
Schriften
- Die Volkslieder der Polen u. Ruthenen 1846
- Joseph Haydn u. sein Bruder Michael1862 (Sonderdruck aus dem Biographischen Lex.), Mozart-Buch1869 (Sonderdruck aus dem Biographischen Lex.)
- Gedichte, Romane, zahlreiche weitere Bücher
- – Nachlass in der WStLB
Literatur
- E. Lebensaft/H. Reitterer in Wr. Geschichtsbll. 47 (1991)
- Wurzbach 59 (1890)
- MGG 14 (1968)
- ADB 55 (1910)
- Riemann 1961
- F-A 1936
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
12.10.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wurzbach Ritter von Tannenberg, Eduard Konstantin (Constant) Michael (Pseud. W. Constant, Friedrich Seebach)“ (12.10.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0013028b (abgerufen am )
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