Wiser, Johannes

* ca. 1430 München/D, † nach 1503? (Ort?)

Schulmann und Musiker

Ist wahrscheinlich ident mit jenem „Johannes Organista de Monaco“, der 1454 in Wien immatrikuliert wurde, aber bereits ab Ende Juli 1455 als Succentor des eben erst berufenen Schulmeisters J. Prenner in Trient fassbar ist. Er wurde hier zweifellos auch mit J. Lupi bekannt und setzte (nunmehr auch unterstützt durch Gehilfen) seine ebenso zweifellos schon vorher (1453) begonnene Schreiber- und Sammlertätigkeit für die vier jüngeren Trienter Codices fort. 1459 wurde er selbst Schulmeister (bis 1465, Nachfolger Peter Schrott) und Kaplan des Bischofs J. Hinderbach. Offenbar hat er später (zw. 1477/80) seine unterbrochenen Univ.sstudien wieder aufgenommen (ob er als jener „Johannes Wiser de Brawnaw" in Frage käme, der am 16. Sept. 1477 in Ingolstadt inskribiert wurde, ist offen. Jedenfalls erwarb er 1484 in Padua "die Lizenz für kanonisches Recht und wurde offenbar bereits im folgenden Jahr zum Doktor des zivilen und kanonischen Rechts promoviert“ [MGG]). Neben anderen Pfründen war er 1464–90 Pfarrer von Tione/I (Judikarien), 1471 wurde er auch Hofkaplan Hzg. Sigismunds v. Tirol (ohne Residenzpflicht).

Literatur

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Wiser, Johannes“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e71b (abgerufen am )

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