Wilden (Wild, Wyld), Leonhard Sebastian

* ?, † nach 1583 (Ort?)

Schneider, Lehrer, Meistersinger

Wird 1547 erstmals in Augsburg/D erwähnt und dürfte zunächst als Schneider gearbeitet haben. Erst durch seine Vermählung scheint er zum Lehrerberuf gewechselt zu haben. W. war ein Anhänger der Reformation und gilt als einer der bedeutendsten Meistersinger Augsburgs. In der Welser Meistersingerhandschrift von P. Freudenlechner (heute im Stift Göttweig) ist er mehrmals vertreten, Freudenlechner selbst dichtete auf einen von W.s 13 überlieferten Tönen das Lied Tauff Christi (1586, Abb. in MGÖ).

Werke

Dramen Schöner Comedien u. Tragedien zwölff (Augsburg 1666, darin ein Weihnachts- u. ein Passionsspiel); 31 Meistergesänge belegbar (zw. 1553/73).

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

6.5.2001

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Wilden (Wild, Wyld), Leonhard Sebastian“ (6.5.2001), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e6ee (abgerufen am )

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