Walzel, Leopold Matthias

* 29.11.1902 Wien, † 9.6.1970 Wien.

Komponist und Musikkritiker

Studierte 1909–18 Klavier bei F. Rebay, 1919–29 Komposition bei C. Horn, später bei Hubert Keßler Kontrapunkt und 1929–37 Komposition und Instrumentation bei F. Schreiber, ferner an der Univ. Jus (Dr. 1926) und 1927–29 Musikwissenschaft bei R. Lach und R. Haas. 1924–53 Mitarbeiter verschiedener Tageszeitungen und Zeitschriften, 1952–64 Musikkritiker der Österreichischen Neuen Tageszeitung. 1956–66 Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik (danach deren Ehrenvorsitzender).

Gedenkstätten

  • ehrenhalber Grab am Friedhof Dornbach (Wien XVII)

Ehrungen

  • Österr. Staatspreis 1954
  • Prof.-Titel 1956
  • Theodor-Körner-Preis 1956, 1958 u. 1966
  • Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1962

Werke

Oper Salamis (T: L. M. W. nach Aischylos, 1952 vollendet, unaufgeführt; daraus Orchestersuite), 4 Symphonien, Intrada persica u. Scherzino buffo f. Orch., 3 Kammerkonzerte, Kammermusik, Lieder (Zyklen Kirschblütenlieder, Aus dem Leben des Vincent van Gogh, Von der Kunst u. vom Künstler), Missa Gregoriana f. gemischten Chor u. Orch.

Literatur

  • W. Waldstein in ÖMZ 12 (1957)
  • Kürschner 1954
  • Riemann 1975
  • Kosch 5 (2004)
  • DBEM 2003
  • ÖL 1995
  • F-A 2 (1978)
  • Baker 1984
  • MGÖ 3 (1995)
  • Teilnachlass WStLB

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

27.4.2023

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Walzel, Leopold Matthias“ (27.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e62e (abgerufen am )

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