Sohn des Musikers Abraham W. (1841–1905). Ab 1897 studierte er Klavier und Komposition (bei Friedrich Gernsheim) in Berlin, wo er 1907–10 Kapellmeister an der Komischen Oper und nach zwei Saisonen in Essen/D 1912–23 Dirigent am Deutschen Opernhaus war. 1924/25 leitete er das State Symphony Orchestra in New York. Danach war er wieder in Berlin (Staatsoper) und 1933 an der Lettischen Nationaloper in Riga tätig. Er musste 1933 nach Prag, 1934 nach Wien und schließlich 1937 in die USA emigrieren (Exil). Dort leitete er einen Gospelchor und verschiedene Orchester. Seine Brüder Henryk (1869–?) und Wladyslav (1885–1940 [† in einem Konzentrationslager]) waren Geiger.
Werke
Opern (Jugend 1917), Operetten; Violinkonzert A-Dur op. 15, Kammermusik, Klavierstücke; Lieder.
Schriften
- Aus dem Ghetto in die Freiheit 1936 [Autobiographie]
Literatur
- H. Leichtentritt, I. W. 1924
- Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983
- Müller-Asow 1929
- Riemann 1961
- NGroveD 26 (2001)
- F-A 1936 u. 2 (1978)
- Orpheus im Exil 1995, 404
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
7.11.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Waghalter, Ignaz (Ignatz)“ (7.11.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0013718f (abgerufen am )
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