Nach Diensten bei Maximilian II. ist er ca. 1566–68 und 1583–87 in der zunächst nur aus Trompetern bestehenden Kapelle von Erzhzg. Ferdinand II. in Innsbruck nachweisbar, 1587–89 als Hoforganist (wohl Nachfolger von L. Rorif). 1568 hatte T. erst vergeblich um Entlassung gebeten, war dann 1570–79 Instrumentist in der Dresdener Hofkapelle. 1585 reiste er nach Salò, 1586 nach Venedig/I. Lt. einem Schreiben hatte er auch Harpsichordspiel unterrichtet. 1589 überzog er seinen Urlaub, was ihm nachgesehen werden sollte. T.s Name tauchte allerdings nicht mehr auf.
Werke
2 6-stimmige Motetten in Abraham Schadaeus’ Sammelwerk Promptuarii Musici, sacras harmonias sive Motettas 1611; 1 Motette in Erhard Bodenschatz’ Sammelwerk Florilegii Musici Portensis, sacras harmonias sive motetas V. VI. VII. VIII. X. vocum… 1621.
Literatur
- Senn 1954
- Pass 1980
- EitnerQ 9 (1903)
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Tribiolo, Joan Tomaso (Giovanni Tommaso)“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e4f9 (abgerufen am )
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