Immatrikulierte 1486 an der Univ. Wien und 1497 in Ingolstadt/D, wo er bis 1499 blieb. 1500–02 war er Lateinschulmeister in Brixen. In einem Brief von 1502 bezeichnete er sich als Mag. der Univ. Padua/I. 1505–08 gehörte er dem Wiener Humanistenkreis um Konrad Celtes an, der ihn zu vierstimmigen Vertonungen von Horaz-Oden gemäß den 19 Versmaßen (Länge = Brevis, Kürze = Semibrevis) anregt hatte. Nach Celtes’ Tod lehrte T. an den Lateinschulen in Bozen (1508–12), Hall (1513–19 und 1524/25) und Schwaz (ca. 1519–24). Vielleicht wirkte er am ältesten (von Josef Piernsieder in Schwaz 1524) gedruckten Gesangbuch Hymnarius […] verteutscht mit (Liederbuch). Einige von T.s Oden, die im ganzen 16. Jh. vorbildlich waren, wurden von H. Judenkünig intabuliert und von L. Senfl bearbeitet.
Werke
Melopoiae sive Harmoniae tetracenticae, Augsburg 1507, 21507 als Harmonie Petri Tritonii super odis Horatii Flacci, 31532, 41551 (NA v. G. Vecchi 1967).
Literatur
- NGroveD 25 (2001) [Tritonius]
- MGG 13 (1966) u. 16 (1979) [Tritonius]
- Czeike 5 (1997) [Treibenreiff]
- R. Pirker in MusAu 1 (1977)
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 1 (2001)
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Treybenreif (Treibenreiff, gen. Tritonius), Peter“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e4f8 (abgerufen am )
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