1656 im Stift Heiligenkreuz eingekleidet, legte er 1657 die Profess ab und studierte dann an der Univ. Wien Philosophie und Theologie. Nach der Primiz 1663 zunächst in Heiligenkreuz tätig, wohin er nach einem Priorat in Säusenstein/NÖ (1670–71) zurückkehrte. In die folgende Zeit (1673–76) fällt die Entstehung seiner beiden zu Ehren Leopolds I. aufgeführten Dramen. 1678–83 verwaltete er den Klosterbesitz in Sparbach/NÖ. Beim Herannahen der Türken Flucht und Gefangennahme; sein Mitbruder P. B. Kleinschroth berichtete von ihm als dem einzigen Türkenopfer des Stiftes. Th. schrieb zur Feier der Anwesenheit Leopolds I. im Stift einige Ludi Caesarei, wovon zwei Wiener Drucke (1674 und 1677) erhalten sind (Musik vielleicht von F. T. Richter).
Werke
Predigt Victor Domitiani Johannes [...] [ca. 1668]; Dramen Castra Domini Exercituum [...] 1674 u. Epitome Pietatis Caesareae [...] (Außzug Kayserlicher Frombkeit u. Tugend Eyffers oder Antonius der fromme röm. Kayser [...]) 1677.
Literatur
- (Chronologisch) F. Watzl, Die Cistercienser von Heiligenkreuz 1898
- J. W. Nagl/J. Zeidler, Dt.-Österr. Literaturgesch. 1 (1899), 681
- F. Hlawatsch in Cistercienser-Chronik 34 (1922)
- G. Schebach, Das dramatische Werk N. Th.s,Diss. Wien 1953
- B. Kleinschroth, Flucht u. Zuflucht: Das Tagebuch des Priesters Balthasar Kleinschroth aus dem Türkenjahr 1683, hg. v. H. Watzl 1956
- H. Kindermann, Theatergesch. Europas 3 (1959), 472f
- A. Niemetz, 800 Jahre Musikpflege in Heiligenkreuz 1977
Autor
- Otto G. Schindler
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Otto G. Schindler, Art. „Theuerkauf, P. Norbert OCist“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e483 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

