Theil, Günther

* 17.9.1935 Wien

Komponist, Dirigent, Pianist

1951–56 Klavier- und Theorieunterricht am privaten Institut für Jazzmusik von W. Heidrich. Ab 1953 Studium der Geschichte und Geographie an der Univ. Wien, ab 1955 Schulmusikstudium an der Wiener MAkad. (1959 Lehramtsprüfung für Musik und Geschichte, 1973 Mag. phil.). Ab 1959 Gymnasiallehrer in Bruck an der Mur. 1959–61 Besuch des Sonderlehrgangs für Klangreihen-Komposition bei O. Steinbauer an der Wiener MAkad. Ab 1968 studierte Th. Orchesterleitung an der Grazer MAkad./MHsch. bei M. Heider (1972 Diplom, 1984 Mag. art.). Ab 1970 Leiter, 1974–95 Direktor der Städtischen MSch. in Kapfenberg. In dieser Funktion leitete er auch das zur MSch. gehörende, aus Lehrern, Schülern und Amateuren zusammengesetzte Orchester der Gesellschaft der Musikfreunde. 1971–96 zusätzlich am Kapfenberger Gymnasium tätig. G. Th. lebt in Oberaich/St. Sein kompositorisches Werk umfasst sowohl Jazz und Jazzverwandtes als auch Zwölftonwerke nach Steinbauers Methode. In den 1960er Jahren kamen Einflüsse von Béla Bartók, Igor Strawinsky und Paul Hindemith hinzu. Seit den 1970er Jahren tritt er zunehmend als Pianist v. a. eigener Boogie-, Swing- und Latin-Kompositionen auf (u. a. mit dem 1999 gegründeten G. Th. Trio [mit Renate Kriechbaum, Violine, u. Michael Kriechbaum, Viola] und dem 2004 gegründeten G. Th. Duo [mit dem Kontrabassisten Rudolf Rettenbacher]).

Ehrungen

  • Silbernes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich 1984
  • Stadtmusikdirektor von Kapfenberg 1984
  • Prof.-Titel 1990
  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1995

Werke

Werke f. Klavier (Knusprige Klavierspäßlein f. kleine u. große Kinder 1963, Sonate 1963), Kammermusikbesetzung (Quintett f. Fl., Hf., V., Va. u. Vc. 1961), Chor (2 x 5 Chorlieder nach Gedichten v. Wilhelm Busch 1968) u. Orchester (Concertino f. Sax. u. Streichorch. 1961, Konversation zw. Kl. u. Streichorch. 1964, Orchestersonate in einem Satz 1967); songartige (Musikalisch-graphische Parodie Die Zaubergeige [T: Erik Erikson = E. Eder de Lastra]) u. swingende Kompositionen (CDs green & white 1994, gespielt v. Wolfgang Wippel [GT 95001], Swing & Latin Compositions 2002, gespielt v. G. Th., p., Gerhard Steinrück, b, u. Nikolaus Wonisch, dr [GT-00211]); Gelegenheitskompositionen (Vertonung von Wr. Gedichten für die Schlaraffia, Festmusik f. Orch. 1971).

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Theil, Günther“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00027701 (abgerufen am )

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