Er erhielt früh Musikunterricht und ging nach Salzburg, wo er unter Kardinal Matthäus Lang 1530 eine (hauptsächlich von adeligen Kindern besuchte) Lateinschule errichtete, der er bis zu seinem Tod vorstand. Als Komponist von dreistimmigen, offenbar pädagogisch intendierten Hymnen und Motetten weniger bedeutend, erläutert sein Musiktraktat auch mensuraltheoretische Grundbegriffe, u. a. mit Sätzen von H. Isaac und L. Senfl. St. regte die Odensammlung Harmoniae poeticae (Humanismus) des mit ihm befreundeten P. Hofhaimer an und gab sie 1539 posthum heraus.
Schriften
- Prima ad musicen instructio,Augsburg 1537
Literatur
- MGG 12 (1965)
- NGroveD 24 (2001)
- K. Weinmann in KmJb 21 (1908)
- MGÖ 1 (1995)
- EitnerQ 9 (1903)
- J. Reutter in W. Salmen (Hg.), [Kgr.-Ber.] Heinrich Isaac u. Paul Hofhaimer im Umfeld von K. Maximilian I. Innsbruck 1992 , 1997
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Stomius (gen. Mulinus), Johannes“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e397 (abgerufen am )
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