Studierte möglicherweise bei Claudio Merulo und (eher unwahrscheinlich) bei G. Gabrieli. 1579–1601 Stadtorganist in Montagnana bei Padua/I. Vermutlich ab 1602 bis zu seinem Tod gut bezahlter (45 fl) Organist von Erzhzg. Ferdinand von Innerösterreich (K. Ferdinand II.). Als Repräsentant der venezianischen Schule spielte er eine bedeutende Rolle bei der Einführung des mehrchörigen Stils in Österreich.
Werke
geistlich: Sacrarum cantionum (5–8stimmig, 6 Bücher 1579–1601), Hymnen, Messe, Magnificat; weltlich: Madrigale (Musica Austriaca, 8–16stimmig, 1605), Ricercare, Capricci, Canzonen.
Literatur
- Federhofer 1967
- StMl 1962–66
- NGroveD 23 (2001)
- Riemann 1961 u. 1975
- MGG 12 (1965) u. 16 (1979)
- MGÖ 1 (1995)
- [Kat.] Musik i. d. St. 1980
- Weissenbäck 1937
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Stivori, Francesco“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e387 (abgerufen am )
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