Stadler, Mathias Franz de Paula

* ca. 1744 Schnaitsee, Bayern/D, † 20.4.1827 Salzburg

Sänger, Violinist, Chorregent

Kam 1761 nach Salzburg, wo er spätestens 1764 die philosophischen Studien beendete und 1764–67 Moraltheologie und kanonisches Recht hörte. Während seiner Studentenzeit trat er bereits als Sänger hervor („musicus in Collegio“), 1767 sang er in der UA von W. A. Mozarts Intermedium Apollo et Hyacinthus, im Jahr darauf in M. Haydns Singspiel Die Hochzeit auf der Alm. 1768–1807 war er Salzburger Hoftenorist und -violinist, nachdem er sich bereits zuvor als unbezahlter Hofmusikakzessist betätigt hatte; 1807–27 gehörte er der Dommusik als Violinist an. Er war weiters Chorregent an der Universitätskirche. 1787–1812 wirkte er in der Nachfolge L. Mozarts auch als Violinlehrer am Salzburger Kapellhaus. Mitte der 1770er wohnte St. in unmittelbarer Nachbarschaft zur Familie Mozart, zu deren engerem Bekanntenkreis er zählte, 1782 war er Nachbar von F. A. Spitzeder. Seine Mutter war möglicherweise eine Verwandte von W. A. Mozarts Mutter.

Werke

W (nichts erhalten): Dt. Tänze, Menuette.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2006

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Stadler, Mathias Franz de Paula“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00107576 (abgerufen am )

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