Sein Vater, der gleichnamige Jurist, Bankfachmann und Politiker (* 12.6.1862 Wien, † 6.9.1953 Velden/K) war u. a. Mitbegründer der Wiener Konzerthausgesellschaft . Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg studierte A. d. J. Jus an der Univ. Wien (Dr. 1919). Er war als Prokurist bei verschiedenen Firmen tätig und nahm Kompositionsunterricht bei E. Kanitz am Neuen Wiener Konservatorium sowie bei Alban Berg und H. E. Apostel. 1928 übersiedelte er nach Paris, wo er Prof. an der Schola Cantorum wurde. 1946–53 leitete er im französischen Radio die Sendungen für Deutschland und Österreich. Als Kritiker setzte er sich v. a. für A. Berg ein. Er war Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik , durch die viele seiner Werke aufgeführt wurden, und Präsident des Centre Culturel Autrichein Paris. Er schrieb tonale und Zwölftonwerke, wurde aber auch von der „Groupe des Six“ beeinflusst.
Ehrungen
- Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1959
Werke
Schauspielmusiken, Ballette (Construction humaine 1959), Orchesterwerke, Kammermusik, Chorwerke.
Literatur
- NGroveD 24 (2001)
- Czeike 5 (1997)
- MGG 12 (1965)
- Riemann 1961 u. 1975
- Personenlex. Öst. 2001
- DBEM 2003
- F-A 1936 u. 2 (1978)
- MGÖ 3 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Spitzmüller-Harmersbach, Alexander Freiherr von“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e300 (abgerufen am )
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