Kanitz, Ernst (Ernest)

* 9.4.1894 Wien, † 7.4.1978 Palo Alto, CA/USA

Komponist

1912–14 Ausbildung bei R. Heuberger (Theorie, Komposition), 1914–20 bei F. Schreker. Jusstudium an der Wiener Univ. (1918 Dr. jur.). 1922–38 Lehrer für Musiktheorie am Neuen Wiener Konservatorium (Lehrer von K. Schiske). Gründete 1931 den Wiener Frauenkammerchor. 1938 Emigration in die USA (Exil), wo er als Lehrer an verschiedenen Instituten wirkte: 1941–44 Erskine College/South Carolina, 1945–59 Univ. of Southern California (seit 1953 Prof.), 1960–63 Marymount College/CA. Widmete sich danach ausschließlich dem Privatunterricht und der Komposition. Aus der Schreker-Schule kommend, vertrat er eine neoklassizistische Einfachheit. In den 1950er Jahren entwickelte er eine Zwölftontechnik.

Ehrungen

  • Österreichischer Staatspreis für Komposition 1936

Werke

Kammeropern (Der Wunder-Wilan 1923–30; Room #12 1956; Royal Auction 1957; The Lucky Dollar 1959; Perpetual 1960); Chormusik (Oratorium Das Hohelied 1920; Abendfeier 1930; Zeitmusik 1932); Orchestermusik (Heitere Ouvertüre 1916–18; Ballett-Musik 1929; Concertino 1938; Concerto grosso 1945; Sinfonia Concertante 1967); Kammermusik und Musik für Soloinstrumente (Nachlass an der Univ. of Southern California).

Schriften

Literatur

Autorin

  • Andrea Harrandt

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Art. „Kanitz, Ernst (Ernest)“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3ad (abgerufen am )

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