Johann Nepomuk sen.: * 1744 Prag, † 1798 Prag. Jurist, Cellist.
Promovierte 1768 zum Dr. jur. und wurde 1788 königlicher Appellationsrat. Als ausgezeichneter Cellist gab er in seinem Haus am Altstädter Ring zahlreiche Musikabende und Akademien. Seine umfangreiche Musikaliensammlung erbten seine Söhne.
Werke
Balli Tedeschi 1787; Aria Pastorale.
Sein Sohn
Johann Nepomuk jun.: * 10.11.1772 Prag, † 15.4.1865 Prag. Jurist und Komponist. Studium in Prag, 1794 Promotion, 1814 Dekan der juridischen Fakultät, 1828–30 Rektor der Prager Univ. 1796 lernte er L. v. Beethoven bei dessen Prager Besuch kennen und freundete sich mit ihm an. Als Verehrer Beethovens sammelte er dessen Briefe und unterstützte ihn in finanziellen Angelegenheiten. 1840 gründete K. den Cäcilien-Verein und wurde Mitglied des Vereins für Kirchenmusik der Sophien-Akademie und des Vorstandes des Konservatoriums. Seine Kompositionen sind von W. A. Mozart musikalisch beeinflusst (sein musikalischer Nachlass befindet sich im Prager Nationalmuseum), als böhmischer und österreichischer Patriot vertonte er vorwiegend deutsche Texte. Ebenso wie bei seiner Schwester Jeanette wurde auch K.s Klavierspiel gelobt.
Werke
Orchesterwerke, Kammermusik; Kantaten; Chöre und Lieder.
Literatur
- ÖBL 3 (1965)
- MGG 7 (1958)
- BeethovenH 1926
- Jb. der Tonkunst von Wien und Prag 1796
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Kanka, Familie“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3af (abgerufen am )
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