Nach dem Studium (Theologie, Philosophie) und der Priesterweihe (1912) unterrichtete er am Beekvliet Seminar (St. Michielsgestel/NL). Nach seiner musikalischen Ausbildung bei Anton Averkamp in Amsterdam ging er 1915 nach Wien, um ein Jahr an der Kirchenmusikabteilung der Akad. für Musik in Klosterneuburg sowie Musikwissenschaft bei G. Adler an der Univ. zu studieren (1917 Diss. über Ch. Luython). Nach seiner Rückkehr blieb er bis 1929 am Beekvliet Seminar und leitete die Kirchenmusikabteilung des Tilburger Konservatoriums; 1929–33 unterrichtete er Musikgeschichte am Konservatorium in Amsterdam. 1928 wurde der erste Lehrstuhl für Musikwissenschaft in den Niederlanden an der Univ. Utrecht begründet und mit S. besetzt (1930 begann der offizielle Lehrbetrieb, 1934 Extraordinarius, 1945 Ordinarius); S. blieb bis zu seinem Tod an der Univ. Utrecht. Er erwarb sich große Verdienste in der Erforschung und Edition der Werke von Josquin des Prez und Jacob Obrecht; sein Forschungsschwerpunkt lag in der Musik der Niederlande im 15. und 16. Jh. S. hatte zahlreiche Ämter innerhalb des niederländischen Musiklebens inne.
Ehrungen
- Mitglied der Königlich Niederländischen Akad. der Wissenschaften 1950
Schriften
- Karl Luython als Motettenkomponist , Diss. Wien 1917
- Die kaiserliche Hofmusik-Kapelle von 1543–1619 in StMw 6 (1919), 7 (1920), 8 (1921) u. 9 (1922)
- Nederlandsche muziekgeschiedenis 1930 (= Antrittsvorlesung)
- zahlreiche Editionen (Ph. de Monte, Josquin des Prez, Jacob Obrecht)
Literatur
- NGroveD 23 (2001)
- MGG 12 (1965)
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Smijers, Albert (Albertus Antonius)“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e2ab (abgerufen am )
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