(I) Eine S. gab es auch bei Hof (Hofkantorei). (II) Im Meistersang ab dem 15. Jh. sowohl eine Einrichtung zum Erlernen des Singens als auch das Konzert, die Aufführung der Lieder, ferner die Institution der Meistersingervereinigungen. Solche Gründungen werden aus Augsburg/D (1449), Nürnberg/D (1450), Worms/D (1450), dann aus Speyer/D und Straßburg (Strasbourg/F) berichtet. In Österreich sind die Gründungen erst im 16. Jh. belegt: Steyr 1540, Wels 1549, Schwaz 1532, Eferding 1604. (III) Lehranstalt für das Singen (Gesang); in neuerer Zeit v. a. von eigenen Institutionen (z. B. Theatern, Musikvereinen, Gesellschaft der Musikfreunde in Wien , F. Luib, A. Salieri) getragen, gelegentlich auch mehr oder weniger privat organisiert (z. B. M. Martines), dann aber immerhin institutionell gefördert und von Behörden genehmigt (z. B. F. X. Gebauer, J. Herzog), in älterer Traditon (Sängerknaben) oft besonders für Kinder gedacht, heute meist von der sog. öffentlichen Hand (z. B. Städten, Musikschulwesen, Musiklehranstalten Wien) unterhalten.
Literatur
- MGÖ 1 (1995), 158–168
- MGG 6 (1997)
- oeml passim
Autoren
- Franz Viktor Spechtler
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2006Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Franz Viktor Spechtler, Art. „Singschule“ (15.5.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e28c (abgerufen am )
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