Besuchte das Prager Konservatorium und studierte Violine und Komposition bei F. W. Pixis und Friedrich Dionys Weber. Er galt als Mandolin- und Violinvirtuose, 1828–62 war er Kapellmeister der Militärmusik des IR.s Nr. 42 in Theresienstadt; 1850 Leutnant II. Klasse. Zeitgenössischen Berichten J. R. Sawerthals zufolge war Sch. ein außergewöhnlicher Musiker mit großem kompositorischem Können. – Ein weiterer Johann Sch. (* 1836 Irmsdorf/Mähren [Jamartice/CZ], † 17.5.1899 Peterwardein?/Slavonien [Novi Sad-Petrovaradin/SRB]) diente u. a. im Grenz-IR Nr. 8 (1861–70 als Regimentstambour, 1870–73 als Militärkapellmeister) und im IR Nr. 70 (1873–96 Kapellmeister).
Werke
Ouvertüren, Sonaten, Walzer, Polkas, Märsche, Konzertstücke.
Literatur
- J. Sawerthal in Wr. allgemeine Musik-Ztg. 20.5./2.6.1846
- Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 27./29.6.1844
- E. Rameis, Die österr. Militärmusik 1976 (erg. u. bearb. v. E. Brixel), 176
- Brixel/Martin/Pils 1982
- Wurzbach 32 (1876), 116 [Sch., Capellmeister]
- M. Hodik in Arbeitsgemeinschaft f. Militärmusik 31 (1982)
- http://members.aon.at/anzenberger/militaer.html (3/2005)
- Mitt. F. Anzenberger
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
24.6.2005Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schubert, Johann“ (24.6.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00080641 (abgerufen am )
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