Besuchte das Gymnasium in Freiberg. Bis 1927 war er dort Domhilfsorganist, ehe er bis mindestens 1935 Kantor, Organist sowie Kirchenkassen- und Kirchenbuchführer an der St. Jakobus-Kirche in Pesterwitz/D wurde. Parallel dazu betrieb er in Leipzig/D und wohl auch Dresden/D Musikstudien (Hauptfach Kirchenmusik, staatliche Musiklehrerprüfung). Ab 1939 war er Organist und fallweise Leiter der Kantorei in Dresden-Briesnitz. Ab 1947 wirkte er als Organist in Salzburg (Dom, St. Peter). Ab 1950 war er Leiter der neu gegründeten Musikschule in Peuerbach/OÖ, wo er auch an der Hauptschule unterrichtete, den Kirchenchor leitete und 1952 Chormeister des örtlichen MGV wurde. Trotz einer Verurteilung wegen Unzucht mit bzw. Schändung von Schülern 1952 (viermonatiger Gefängnisaufenthalt), übernahm er noch im selben Jahr die Leitung der ebenfalls neu gegründeten MSch. in Gallspach/OÖ, wo er auch als Organist wirkte. 1954–64 war Sch. Chorleiter und Organist in Villach, fallweise auch Organist in Seeboden/K. 1965–68 wirkte er als Organist im Stift Schlägl. Hier unterzeichnete er gemeinsam mit E. Krauss und H. Haselböck das Kollaudierungsprotokoll für die Chororgel.
Ehrungen
- Prof.-Titel?
Literatur
- SK 15/4 (1968), 194
- R. G. Frieberger in O. Wessely (Hg.), Bruckner-Symposium 1993, 1955, 260
- R. G. Frieberger, Orgeln im Stift Schlägl 2009, 172
- Doppeljubiläum der Pfarre Seeboden, hg. v. Pfarrgemeinderat Seeboden, o. J., 27
- Sächsische Dorfztg. und Elbgaupresse 14.3.1927, 3, 1.4.1927, 3, 23.11.1927, 3, 24.5.1930, 3
- Dresdner Neueste Nachrichten 5.5.1935, 4
- Illustriertes Tagebl. 8.12.1939, 5, 22.6.1940, 5
- Salzburger Nachrichten 5.4.1947, 4, 16.8.1947, 5, 21.5.1952, 4
- Linzer Volksbl. 12.7.1949,5
- Oberösterr. Nachrichten 21.11.1950, 3
- Welser Ztg. 29.3.1951, 8, 17.1.1952, 8, 10.4.1952, 8, 30.10.1952, 7f
Autorin
- Bettina Graf
Letzte inhaltliche Änderung
27.2.2024Empfohlene Zitierweise
Bettina Graf, Art. „Schroth, Erich“ (27.2.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003ed7d9 (abgerufen am )
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