War 1565–69 Sängerknabe der Hofmusikkapelle Erzhzg. Ferdinands II. von Tirol in Prag und Innsbruck. Nach der Mutation erhielt er ein Stipendium, wurde Schüler von S. Rorif (Orgel) und trat 1571 eine Organistenstelle am Damenstift in Hall i. T. an. 1574 wurde Sch. Hofkapellmeister in Sigmaringen/D, 1587 auch Bauschreiber, ab 1594 Hoforganist. 1605–19 war er als Stadtorganist in Offenburg tätig. Er gilt mit seinen deutschen Madrigalen als bedeutender Vorläufer H. L. Hasslers.
Werke
Sacrae cantiones 1576; Neue außerlesene Teutsche Gesäng 1579; Cantiones selectae, 2 Tl.e 1606 u. 1612; Domine Deus patrum nostrorum in A-Wn 11773.
Literatur
- SchlMl 2001
- MGG 12 (1965)
- NGroveD 22 (2001)
- Riemann 1975
- DBEM 2003
- Senn 1954
- W. Senn, Aus dem Kulturleben einer süddt. Kleinstadt 1938
- EitnerQ 9 (1903)
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schramm, Melchior“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e199 (abgerufen am )
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