Schöffler, Paul

* 15.9.1897 Dresden/D, † 21.11.1977 Amersham, Buckinghamshire/GB

Sänger (Bassbariton)

Erhielt früh Klavierunterricht und absolvierte eine Lehrerausbildung (Violin-, Orgel-, Klavier- und Violoncellounterricht); 1909–11 Chorist an der Friedenskirche und 1916 Organist an der Lukaskirche in Dresden, danach Kriegsdienst. 1920–24 Lehrer in Pillnitz bei Dresden, nebenbei privater Gesangsunterricht bei Rudolf Schmalnauer; 1920 erste Auftritte als Konzertsänger. 1924 gab Sch. in Dresden sein Operndebüt, wo er bis 1937 als Bariton engagiert war; 1927 weitere Gesangsstudien bei Mario Sammarco in Mailand/I. Ab 1938 sang er an der Wiener Staatsoper, wo er noch 1970 auftrat. Mitwirkung auch bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen . Gastspiele führten ihn an viele europäische Bühnen sowie nach New York/USA und Buenos Aires. Er sang die Titelrolle bei der UA von G. v. Einems Oper Dantons Tod (6.8.1947) und die Partie des Jupiters bei der UA von R. Strauss’ Oper Die Die Liebe der Danaë (14.8.1952).

Gedenkstätten

  • Ehrengrab Wiener Zentralfriedhof (s. Abb.)

Ehrungen

  • Sächsischer Kammersänger
  • Österr. Kammersänger 1936
  • Mozart-Medaille 1964
  • Ehrenmitglied der Wr. Staatsoper 1967
  • Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien 1967

Literatur

  • H. Christian, P. Sch. 1967
  • NGroveD 22 (2001)
  • K-R 1997 u. 2000
  • DBEM 2003
  • Personenlex. Öst. 2001
  • Czeike 5 (1997)
  • [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 156
  • Ackerl/Weissensteiner 1992
  • Kosch 3 (1992)
  • F-A 2 (1978)
  • Riemann 1961 u. 1975
  • ÖMZ 22 (1967), 563f
  • Kurier u. Presse 22.11.1977
  • Ulrich 1997
  • Slg. Moißl
  • WStLA (Biographische Slg.)

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

14.8.2023

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Schöffler, Paul“ (14.8.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e165 (abgerufen am )

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