Gymnasium in Kronstadt/Siebenbürgen (Braşov/RO), 1867 Übersiedlung nach Graz und Jusstudium (Dr. 1873). Im Gerichtsdienst in Graz, Leoben und Cilli (Celje/SLO); ab 1875 an der UB Graz (1904–10 als Vorstand). Zahlreiche kulturhistorische Studien und Publikationen rund um steirische Persönlichkeiten. Auf seinen Volkslied-Sammelfahrten besuchte er mögliche Sammler und Einsender und war auch selbst als Aufzeichner tätig. Da sein Interesse literarisch-kulturhistorischer Natur war, ließ er die Melodien meist beiseite oder übergab sie einem Kapellmeister zur Bearbeitung für den Druck. Seine Volkslied-Publikationen zeichnen sich, was die Texte betrifft, durch Quellentreue und Konsequenz in der Mundartschreibung aus.
Gedenkstätten
- Dr.-Anton-Schlossar-Weg (Graz IX)
- Dr. Schlossar-Park (Graz V)
Ehrungen
- Goldene Medaille f. Kunst und Wissenschaft 1878
- Reg.rat 1910
- Hofrat 1925
- Ritterkreuz I. Klasse des Österr. Verdienstordens 1933
Schriften
Österr. Cultur- und Literaturbilder mit besonderer Berücksichtigung der Steiermark 1879 [darin- Die dt. Volkslieder der Steiermark]
- Steiermark im dt. Liede. Eine poetische Anthologie 1880
- Dt. Volkslieder aus Steiermark 1881
- Erzhzg. Johann im Liede 1882
- Dt. Volksschauspiele in Steiermark gesammelt , 2 Bde. 1891
Literatur
- W. Suppan in JbÖVw 19 (1970)
- ÖBL 10 (1994)
- StMl 1962–66
- Ehrenbuch des Österr. Verdienstordens 1 (1936), 178
- Nachlass: UB Graz
Abbildungen
Autorin
- Gerlinde Haid
Letzte inhaltliche Änderung
9.12.2019Empfohlene Zitierweise
Gerlinde Haid, Art. „Schlossar, Anton“ (9.12.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e0fd (abgerufen am )
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