Studierte 1868–73 am Prager Konservatorium Horn, danach verschiedene Engagements als 1. Hornist. Ab 1876 wirkte Sch. als Kapellmeister am Stadttheater in Marburg an der Drau, am Viktoriatheater in Frankfurt am Main/D und am Residenztheater in Hannover/D. 1879–82 Kapellmeister der Militärmusik im IR Nr. 62 und 1882–91 im IR Nr. 49; 1891–94 Marinekapellmeister (sein Nachfolger war F. Lehár). Sch., der zeitgenössischen Berichten zufolge ein ernsthafter Konkurrent von Joh. Strauss Sohn gewesen sein soll, spielte mit seiner Kapelle auch bei der Internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen 1892 in Wien.
Ehrungen
- In- u. ausländische Orden
Werke
Märsche (Wr. Schwalben, Prinz-Ludwig-Marsch, Turovo-Marsch), Tanzstücke An der schönen blauen Adria), Potpourris (Streifzug durch sämtliche Joh. Strauß’sche Operetten).
Literatur
- E. u. F. Anzenberger/W. Schwanzer, Märsche der k. u. k. Zeit 2004
- F. Anzenberger in Österr. Blasmusik 42/9 (1994)
- Suppan 1994
- Brixel/Martin/Pils 1982
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
3.6.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schlögel, Ludwig“ (3.6.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0007e351 (abgerufen am )
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