Schebek (Šebek), Gabriel

* 24.3.1850 [Damański: 25.3.1853] Prag, † 4.7.1921 Salzburg

Kapellmeister und Komponist

Besuchte die MSch. von Joseph Proksch in Prag und war Chorknabe unter W. E. Horák, von dem er weiteren Unterricht erhielt. 1866–73 gehörte er der Militärmusik des IR.s Nr. 43 an, wo er weitere Studien bei Kapellmeister Heinrich Strobl betrieb. Danach war er Orchestermusiker am Deutschen Theater und an der Oper (unter H. Richter) in Budapest und gehörte 1875–80 dem Privatorchester eines russischen Fürsten in Frankreich an, wo er weitere Studien bei Karl Müller-Berghaus (Instrumentation) und Karl Bende (Kontrapunkt und Opernkomposition) betrieb. 1880 unternahm Sch. eine Kunstreise nach Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, 1881 wurde er Kapellmeister des bulgarischen 5. Donauregiments in Ruse/BG. Nach einer Konzertreise durch Polen, Rumänien und Russland war Sch. 1887–93 Militärkapellmeister im IR Nr. 22 und 1894–1903 im Tiroler Kaiserjägerregiment Nr. 4. Er erwarb sich große Verdienste um die bulgarische Musik.

Ehrungen

  • Bulgarischer Orden des hl. Alexanders

Werke

Opern (Der Dorfprophet [UA 1895 Linz], Die Taufpaten, Die Zigeunerin), Requiem (f. Kronprinz Rudolf), Märsche (Šumi Marica [Trio war 1879–1944 Nationalhymne von Bulgarien]), bulgarische Tänze.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Schebek (Šebek), Gabriel“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e091 (abgerufen am )

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