1813 wurde H. Sängerknabe in Prag (bei den Jesuiten, deren Gymnasium er besuchte) und später Sänger an St. Nikolaus (Kleinseite). Während seines Studiums an der Prager Univ. erhielt H. Unterricht durch den Mozartianer Friedrich Dionys Weber (1771–1842) und Johann August Wittassek (1770–1839). Ab 1830 war H. als Organist und Regens chori an diversen Prager Kirchen tätig (Teinkirche, Maria Schnee, Dreifaltigkeitskirche, Adalbertskirche). 1831/32 wirkte H. als Lehrer an der 1830 eröffneten Prager Orgelschule und war 1851–53 Dirigent der Prager Sophienakademie. H.s. Werke wurzeln in der Tonsprache der Wiener Klassik und bestechen durch ihren klaren musikalischen Satz, weshalb sie bis heute (2002) im Repertoire der tschechischen Kirchenmusik zu finden sind. In seinen (weltlichen) Chören und Liedern hat H. eine Beitrag zur „nationalen Wiedergeburt“ der Tschechen geleistet.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Mozarteums in Salzburg und zahlreicher anderer Vereine und Akademien
Werke
12 Messen, 2 Requien, Vesper, Offertorien, Psalmen, Passionen; weltliche Chöre und Lieder.
Schriften
- Ueber die Mehrdeutigkeit der Akkorde 1846
- Gesangschule (für Sopran und Alt, o. J.; s. Abb.)
- Kleine Gesangschule für Bass [o. J.]
- Harmonielehre [Ms.]
Literatur
- MGG 6 (1957)
- ÖBL 2 (1959)
- Wurzbach 9 (1863)
Abbildungen
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Horak, Wenzel Emanuel“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d210 (abgerufen am )
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