Erster Klavier- und Theorieunterricht in München, ab 1836 in Wien Kompositionsstudium. 1842 reiste er nach Paris (Kontakte zu Heinrich Heine und F. Chopin). Seine Revolutionslieder Für Freiheit und Polenlied waren 1848 in Wien sehr populär. 1852 ging er nach London, wo er als Pianist und Klavierlehrer tätig war. Ab 1869 wirkte er mit Unterbrechungen in Salzburg, ab 1887 in München und Reichenhall. Sein Oratorium Israels Heimkehr aus Babylon (s. Abb.) hatte 1870 in Wien großen Erfolg.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Mozarteums Salzburg 1845
- preußische u. österr. Auszeichnungen
Werke
Oratorium Israels Heimkehr aus Babylon (UA als Israel’s Return from Babylon 1862); Männerchöre; Lieder; Konzerte u. a. Werke f. Kl.
Literatur
- ÖBL 10 (1994)
- Wurzbach 29 (1875)
- K. Werner in Wr. Ztg. 24.9.1896
- DBEM 2003
- Riemann 1929
- F-A 1936
- Adametz (1943)
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schachner, Joseph Rudolph“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e077 (abgerufen am )
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