Spielte zunächst autodidaktisch E-Bass in einer Band mit Freunden. 1973 begann er dann sein Kontrabassstudium am Konservatorium in Linz, setzte diese 1974–76 an der MHSch. Mozarteum in Salzburg bei Alfred Bürgschwendtner (1928–2010) und schließlich 1979–83 am Jazzkonservatorium in Wien bei Rudolf Hansen fort. S.s erste Auftritte erfolgten Anfang der 1980er Jahre. In kürzester Zeit wurde er einer der gefragtesten Bassisten der heimischen Jazz- und Improvisationsszene und deckte verschiedene musikalische Genres von freier Improvisation über Theatermusik bis hin zu swingendem Mainstream-Jazz ab. Die Liste der namhaften Musikerinnen und Musiker, mit denen er zusammenarbeitete, ist enorm. So spielte er u. a. mit S. Namtchylak, S. Kopmajer, A. Gaggl, F. St. Loup, M. Rabitsch und R. Pawlik, W. Mitterer, O. Aichinger, Doug Hammond, W. Puschnig, U. Scherer, K. Ratzer, P. Urbanek, U. Soyka, H. Stojka (3 Alben) und internationalen Größen wie Myra Milford, Michael Moore, James Blood Ulmer, Johnny Griffin und Idris Muhammad. Darüber hinaus war er Mitglied in Gruppen wie dem K. Bachner Quartett, dem RP5 Resetarits-Puschnig-Quintett, dem Annett4tett (um A. Giesriegl), St. Pelzl’s Juju (3 Alben), dem Reinhard-Micko-Trio und dem O. Lechner Orchester. Seit den 1990-er Jahren betreibt er mit K. S. & The Happy Electrics (mit Andy Barthosh, Oliver Gattringer, Patrice Héral und P. Urbanek) auch eine eigene Band, mit der er eine breite stilistische Vielfalt pflegt und offen für Experimente ist.
Ehrungen
- Austrian World Music Award 2007 mit Troica (gem. m. Claudia Cervenca und U. Soyka)
Werke
W: Ruk Zuk8 1993/94 (K. S. & The Happy Electrics); Constant Moving 2008; mehr als 40 Alben als Gastmusiker.
Literatur
- de.wikipedia.org (3/2024)
- db.musicaustria.at (3/2024)
- pers. Mitt. (3/2024)
Autor
- Emanuel Wenger
Letzte inhaltliche Änderung
14.6.2024Empfohlene Zitierweise
Emanuel Wenger, Art. „Sayer, Karl“ (14.6.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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