Sattner, P. Hugolin OFM (Franz)

* 29.11.1851 Kandia bei Rudolfswerth/Krain (Novo mesto/SLO), † 20.4.1934 Laibach (Ljubljana)

Organist und Komponist

Erhielt ersten Musikunterricht vom Vater und von Inocencij Gnidovec. 1867 trat er in den Franziskanerorden ein und studierte ab 1870 Theologie in Kostanjevica/SLO und Laibach; 1874 Priesterweihe. Anschließend wirkte er in Rudolfswerth als Organist und Musiklehrer, ab 1890 an der Laibacher Franziskanerkirche als Regens chori, Pfarrer und Guardian. In dieser Zeit betrieb er ein fünfjähriges Kompositionsstudium bei M. Hubad in Laibach, weitere musikalische Ausbildung erhielt er von Peter Griesbacher in Innsbruck und von seinem langjährigen Freund E. Hochreiter in Kalksburg (heute Wien XXIII). Als Autodidakt studierte S. auch die musiktheoretischen Werke von Franz Xaver Haberl, Griesbacher und J. E. Habert (Cäcilianismus). Mit seinem spätromantischen Schaffen war S., der auch als Orgel- und Glockengutachter tätig war, bahnbrechend in Slowenien. 1877 war er Mitbegründer des slowenischen Cäcilienvereins.

Werke

Missa Seraphica, Te Deum, Oratorium (Assumptio B. M. V.), Kantaten, Oper (Tajda).

Schriften

Literatur

  • E. Škulj (Hg.), Sattnerjev zbornik 1995 [mit dt. Zusammenfassungen]
  • ÖBL 9 (1988)
  • NGroveD 22 (2001)
  • DBEM 2003
  • F-A 1936
  • Riemann 1929
  • Stieger II/3 (1978)
  • http://www2.arnes.si/finearts/sattner/sattner.html (3/2005)

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Sattner, P. Hugolin OFM (Franz)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e05c (abgerufen am )

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