Der Neffe des Grazer Hofmusikers Baldassare Cornazzani (* ca. 1520, † 1601/02) war Schüler von S. Gatto und wirkte 1569–92 an der Grazer Hofkapelle als Trompeter und Zinkenist. Danach ging er nach Salzburg an den Hof des Erzb.s Wolf Dietrich von Raitenau. 1595 wurde er wieder in die Grazer HMK aufgenommen, übersiedelte 1619 mit K. Ferdinand II. nach Wien und wurde 1622 pensioniert. 1604 gab er Werke von Gatto und A. Perini in Venedig heraus. Ein Sohn von S. (?–1616?) war ebenfalls Instrumentist in Graz.
Werke
Magnificat ca. 1602 (verschollen).
Literatur
- NGroveD 22 (2001)
- MGG 11 (1963)
- Federhofer 1967
- StMl 1962–66
- Köchel 1869
- H. Spies in Mitt. d. Ges. f. Sbg. Lk. 71 (1931), 32 u. 72 (1932), 129
- EitnerQ 8 (1902)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Sardena, Orazio“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e051 (abgerufen am )
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