Rotter, Ludwig

* 6.9.1810 Wien, † 5.4.1895 Wien

Kirchenmusiker, Chordirektor, Musikpädagoge, Komponist, Organist

Nach Violin-, Klavier- und Orgelunterricht und Tätigkeit als Klavierbegleiter und -lehrer war er spätestens ab 1837 Organist an den Jesuitenkirchen Am Hof und Universitätskirche (beide Wien I). An beiden Kirchen folgte er 1845 J. Drechsler als Kapellmeister nach, bis ihn 1864 C. Wolf an der Universitätskirche und Anfang 1877 J. Böhm an der Kirche Am Hof ablöste. 1842 übernahm er in Vertretung für den erkrankten A. Duck den Generalbassunterricht im Verein zur Beförderung echter Kirchenmusik bei St. Anna (Wien I), wo er in den folgenden Jahren bis 1848 auch Orgel lehrte (Schüler u. a. J. v. Herbeck). 1862 wurde er wirklicher, 1867 1. Hoforganist (Nachfolger S. Sechters, seit 1858 Exspektant). R., der 1870–77 Titular-Vizekapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle war (von seinem Nachfolger Pius Richter ab 1877 aufgrund eines Gehörleidens vertreten), zählte zu den wichtigsten und meistaufgeführten Wiener Kirchenmusikkomponisten des 19. Jh.s.

Gedenkstätten

  • Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof

Ehrungen

Werke

Zauberspiel Der Genius der Genügsamkeit (UA Theater in der Leopoldstadt 1837); Kirchenmusik (Requien; 6 Messen; Gradualien; Offertorien; Salve Regina); Ouvertüren; Kammermusik; Klavier- und Orgelstücke (s. Abb.).

Schriften

Literatur

Abbildungen

Hörbeispiele

© 2015 Studio Weinberg, 4292 Kefermarkt

Autoren

  • Alexander Rausch
  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2019

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Alexander Rausch, Art. „Rotter, Ludwig“ (18.2.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dfd1 (abgerufen am )

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