Studium bei den Jesuiten in Steyr/OÖ (ab 1727) und Linz (ab 1733), wo er J. J. Fux’ Gradus ad Parnassum rezipierte. Er wurde Schullehrer und studierte 1734–36 an der Univ. Graz Philosophie. Als Kammerdiener des Generals Alexander Graf d’Olonne reiste er während der Türkenkriege 1736–39 durch Osteuropa. Danach hielt er sich bis 1745 in Dresden/D auf, wo er bei Jan Dismas Zelenka Unterricht nahm. Später suchte er in Polen und Wien eine Anstellung. 1749 wurde er Violinist und Hofkapellmeister beim Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg. Dort verfasste er seine Schriften, die mit jenen H. Chr. Kochs die Musiktheorie der Wiener Klassik repräsentieren.
Werke
Kirchenmusik (Messen, 3 Requien, 3 Passionen, Vespern, Te Deum, Psalmen); Sinfonien; Konzerte f. Vl., Fl., Trp. u. Cb.; Kammermusik.
Schriften
- Anfangsgründe zur musicalischen Setzkunst 1752
- Harmonisches Sylbenmaß 1776
- NA: Sämtliche Schriften zur Musiktheorie,hg. v. Th. Emmerig 1996
Literatur
- Th. Emmerig, J. R. 1984 [mit WV]
- NGroveD 21 (2001)
- MGG 11 (1963)
- Riemann 1961
- DBEM 2003
- StMl 1962–66
- MGÖ 2 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Riepel (Pseud. Ipleer, Leiper, Perile), Joseph“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00075c0f (abgerufen am )
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