Sohn des Musikalienhändlers Hermann R. (* 7.12.1857 [Ort?], † ?), absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Schweidnitz (Świdnica/PL) und betrieb musikalische Studien in Waldenburg (1900/01) sowie an den Konservatorien in Breslau (Wrocław/PL; 1901/02) und Dresden/D (1903/04). Zunächst Korrepetitor am Hoftheater in Kassel/D, 1906 Dirigent des MGV.s und des evangelischen Kirchenchores in Pabianitz (Pabianice/PL) und 1906–11 Kirchenmusikdirektor an St. Trinitatis in Lodz (Łódź/PL). 1911–14 Musikdirektor in Warnsdorf (Varnsdorf/CZ), 1914–16 Organist an der Kreuzkirche in Görlitz/D und 1916–18 Kapellmeister des deutschen Theaters in Lille/F; 1918 Gründung des Philharmonischen Orchesters in Warnsdorf. Seine weitere Tätigkeit als Theaterkapellmeister führte ihn nach Kassel/D und Berlin (1918–20), Konzertreisen durch ganz Europa. Ab 1933 lebte er als freischaffender Komponist in Wien.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1966
- Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1970
- 3 Förderungspreise
Werke
2 Messen, Kantaten, Chorwerke (Das Lied von der Wachau), Orchesterlieder, Suiten, Tänze.
Literatur
- SchlMl 2001
- F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954
- Müller-Asow 1929
- Lang 1986
- Ulrich 1997
- Slg. Moißl
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Reuschel, Curt“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001df11 (abgerufen am )
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