Er war Sohn eines Schullehrers; wo er ausgebildet wurde, ist nicht bekannt. 1840 trat er in die Werkstatt von J. G. Fischer in Klosterneuburg ein, wo er bald Werkführer wurde. Noch zu dessen Lebzeiten kaufte er dessen Haus samt Werkstatt und erhielt kurz vor Fischers Tod (1850) vom Magistrat die Bewilligung zur Weiterführung des Betriebs. Schon vorher hatte er großen Anteil beim Bau von Fischers Orgeln; das erste selbständig erbaute Werk entstand 1851 für Weidling/NÖ. In der Mehrzahl baute er kleine einmanualige Orgeln; lediglich das Werk von St. Andrä an der Traisen/NÖ ist zweimanualig. Bis zuletzt hielt er an der Schleiflade fest. Kurz vor seinem Tod versuchte er, sein Geschäft zu verkaufen, fand aber keinen Nachfolger.
Werke
Klosterneuburg-Weidling 1851 (12/I), Wien XIX-Sievering 1857, St. Andrä an der Traisen 1862 (18/II), Siebenhirten bei Mistelbach/NÖ 1870 (11/I), Sallapulka/NÖ Pfarrkirche 1871 (9/I), Stützenhofen/NÖ 1874, Chorherrn/NÖ 1875 (8/I), Furth/NÖ bei Göttweig 1875 (12/I), Stoitzendorf/NÖ 1883, Bad Fischau/NÖ 1885.
Literatur
- H. Heiling in SK 33/2 (1986)
- H. Stöckelmaier in StMw 39 (1988)
- Wr Ztg. 24.5.1851, 1543
- Fremden-Bl. 6.8.1857, [2]
- Neuigkeits Welt-Bl. 23.7.1874, [5]
- Gemeinde-Ztg. 7.10.1875, 5
- Das Vaterland 1.10.1883, 3, 17.8.1885, 2, [Linzer] Tages-Post 6.7.1887, 5
- Geburtenbuch der Pfarre Renchen 1810–30, pag. 33
- Trauungsbuch der Pfarre Klosterneuburg-Stiftspfarre 1831–53, fol. 155
- Sterbebuch der Pfarre Klosterneuburg-Stiftspfarre 1882–98, pag. 93
Autor
- Matthias Reichling
Letzte inhaltliche Änderung
1.2.2024Empfohlene Zitierweise
Matthias Reichling, Art. „Reusch, Franz Januarius“ (1.2.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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