Sein Name, der u. a. in der Großen Heidelberger Liederhandschrift C und vom Marner bezeugt ist, wurde schon im 14. Jh. mit Zwettl in Verbindung gebracht. R. ist in Österreich aufgewachsen. Aus seinen Sprüchen lässt sich ableiten, dass er um 1235 in Diensten K. Friedrichs II. stand, anschließend bei dessen Widersacher am Prager Hof Kg. Wenzels I. von Böhmen (zwischen 1237/41). Danach dürfte er als fahrender Sänger ein Wanderleben geführt haben. R. war nicht Schüler Walthers von der Vogelweide, wenngleich er von diesem beeinflusst wurde und nach ihm der bedeutendste deutsche politische Dichter des 13. Jh.s war. Ein Leich ist mit Melodie im Codex A-Wn 2701 überliefert (DTÖ 41 [1913]).
Literatur
- Verfasserlex. 7 (1989)
- NGroveD 21 (2001)
- MGG 11 (1963)
- Czeike 4 (1995)
- DBEM 2003
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Reinmar von Zweter“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001deda (abgerufen am )
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