Der Lied- und Sangspruchdichter stammte wahrscheinlich aus einem Ministerialengeschlecht auf der Burg Brennberg bei Regensburg/D. Die in der Großen Heidelberger Liederhandschrift C dargestellte Ermordung ist nicht biographisch zu verstehen, sondern bezieht sich auf die sog. Bremberger-Sage, die bis ins 16. Jh. fortwirkte. Überliefert sind in diesem Codex vier Minnelieder (Minnesang) und einige Sangspruchstrophen („Hofton“). Bei R. zeigt sich ein starker Einfluss Walthers von der Vogelweide. Sein Spruchton ist auch in einer Kurzfassung in A-Wn Ser. n. 3344 (1431/34) enthalten.
Literatur
- Verfasserlex. 7 (1989)
- NGroveD 21 (2001)
- MGG (1979)
- H. Brunner in U. Müller (Hg.), Litterae ignotae 1977 [mit Edition]
- DBEM 2003
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Reinmar von Brennenberg“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001ded4 (abgerufen am )
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