Absolvierte die Bilanzbuchhalterprüfung in Wien und war 1945–86 hauptberuflich in der Verwaltung eines Wiener Hotels tätig. Erste musikalische Ausbildung erhielt R. ab 1930 in der Kindersingschule bei St. Florian (Wien V) von Ludwig Rutschka (Gesang, Violine, Orgel). Ab 1941 studierte er Orgel bei K. Walter an der Abteilung für Kirchenmusik der Wiener MAkad. Musiktheoretische Studien am Wiener Prayner-Konservatorium folgten. Nach ersten Chorleitertätigkeiten an den Kirchen St. Florian, St. Ruprecht (Wien I) und Maria am Gestade wurde er 1947 Chordirektor an St. Peter (erste Aufführungen: J. Haydns Nelsonmesse und Kleine Orgelsolomesse am 24. bzw. 25.12.1947), wo er bis Ende 2003 wirkte. Höhepunkte seiner Laufbahn waren u. a. Aufführungen von A. Bruckners Messe in e-Moll und Fr. Schuberts Messen in As- und Es-Dur. Den Peterschor führte er zweimal zum Internationalen Chorwettbewerb nach Spittal an der Drau. R. war 1956–60 auch Chormeister des Sängerbunds der Bäcker Wiens.
Ehrungen
- Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1970
- Ehrenzeichen vom heiligen Stephanus in Bronze 1973
- Ritter des päpstlichen Silvesterordens 1988
- Prof.-Titel 1999
Literatur
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
16.4.2013Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Reiman, Alfred“ (16.4.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002d66d4 (abgerufen am )
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