R. studierte 1877–85 am Konservatorium der GdM Violoncello bei K. Udel und R. Hummer sowie Klavier bei Wilhelm Rauch und Harmonielehre bei R. Fuchs. Ab 1886 spielte er als Substitut Cello im Orchester der Wiener Hofoper. R. wurde hier sowie bei den Wiener Philharmonikern 1897 Mitglied, allerdings zunächst als Schlagwerker. 1899 konnte er jedoch zum Cello wechseln. Er wirkte außerdem ca. 1911–17 im Komitee der Wiener Philharmoniker. Daneben spielte R. häufig Kammermusik und trat in Wien u. a. im Ehrbar-Saal und im Bösendorfersaal auf. 1892–94 war er Mitglied im Wahl-Quartett und trat auch gelegentlich mit dem Rosé-Quartett auf. Nebenbei unterrichtete er privat. Sein Onkel war möglicherweise G. Garzaner.
Ehrungen
- 2. Preis beim Concurs f. Streich-, Blasinstrumente u. Composition am Konservatorium der GdM 1885
Werke
U. a. Mazurka f. Vc.
Literatur
- Ch. Merlin, Die Wr. Philharmoniker 2 (2017)
- Dt. Musik-Ztg. H. 11 (1886), 109, H. 40 (1886), 405
- Grazer Volksbl. 1.11.1888, 2
- [Linzer] Tages-Post 19.6.1894, 4
- Österr. Musik- u. Theaterztg. H. 18 (1896), 2f
- Neues Wr. Tagbl. 9.6.1912, 18, 8.4.1920, 7, 25.5.1934
- NFP 11.6.1913, 12
- Dt. Volksbl. 13.6.1914, 10
- Fremden-Bl. 18.6.1916, 13
- Wr. Ztg. 9.4.1920, 4
- Taufbuch 1863 der Lutherischen Stadtkirche (Wien I), RZ 210
- Sterbebuch 1920–23 der evangelischen Pfarrgemeinde Wien-Landstraße (Wien III), 1920, RZ 99
- eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at)
Autorin
- Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
22.9.2022Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Rehn, Hans (eig. Johann Leonhard)“ (22.9.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003db36a (abgerufen am )
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