Studierte in Prag an der Deutschen Univ. Jus (1883–87) sowie Violine und Komposition (u. a. bei Z. Fibich). Ab 1888 im Staatsdienst, zunächst in Eger (Cheb/CZ) und Asch (Aš/CZ), ab 1897 beim Landesschulrat in Prag. Bei der Statthalterei, wo er zuletzt tätig war, leitete P. 1910–25 das von ihm initiierte Musikreferat. 1904–18 war er Direktoriumsmitglied des Prager Konservatoriums. 1920 wurde er Präsident der von ihm mitbegründeten Deutschen MAkad. Er war Kritiker beim Prager Tagblatt (1899–1911) und beim Prager Abendblatt (1925–36).
Ehrungen
- Ministerialrat 1922
Werke
Oper Das Glück 1897/98; Oratorium Christus 1901, Kantaten; Streichquartett; Klaviermusik; Lieder u. Gesänge (s. Abb.).
Schriften
- Mozart in Prag 1892 (mehrere Aufl.n)
- Robert Franz 1894
- Arpeggien 1897, 2. Aufl. unter dem Titel Musikalische Streiflichter 1901
Literatur
- ÖBL 8 (1983)
- MGG 10 (1962)
- Riemann 1961
- DBEM 2003
- MGÖ 3 (1995)
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Procházka, Rudolf Freiherr von (Pseud. Leon Elms)“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dde8 (abgerufen am )
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