Fibich, Zdeněk (Zdenko) Antonín Václav

* 21.12.1850 Šebořice bei Časlau/Böhmen (Čáslav/CZ), † 15.10.1900 Prag

Komponist

Besuchte 1864/65 in Prag das private Musikinstitut des Organisten Zikmund Kolešovský; 1865–67 Musikstudium in Leipzig/D (Klavier bei I. Moscheles, Theorie bei E. H. Richter), privater Unterricht bei Salomon Jadassohn; 1868/69 als Pianist in Paris; 1869/70 Studium in Mannheim/D bei dem Dirigenten V. Lachner; ab 1871 in Prag; 1873/74 in Wilna/Russland (Vilnius/LT). In zweiter Ehe war er mit Betty Hanušová (1846–1901) verheiratet, einer Altistin am Tschechischen Nationaltheater; 1875–81 2. Kapellmeister und Chorleiter am Prager Nationaltheater; 1878–81 zusätzlich Chorleiter der russisch-orthodoxen Kirche in Prag; nach 1881 freischaffender Komponist und Privatlehrer für Klavier und Musiktheorie. Seine Schülerin Anežka Schulzová (1868–1905), mit der ihn eine Liaison verband, verfasste einige Libretti für F. sowie unter dem Pseud. Carl Ludwig Richter eine Biographie (Z. F.: eine musikalische Silhouette 1900); 1899/1900 kurzfristig Dramaturg des Prager Nationaltheaters. F. war mit dem Dichter Jaroslav Vrchlický und dem Ästhetiker O. Hostinsky befreundet, die beide für ihn Libretti schrieben. Er gehört mit A. Dvořak und F. Smetana zu den bekanntesten tschechischen Komponisten der 2. Hälfte des 19. Jh.s. Seine Melodramen nahmen sich J. B. Foerster, O. Ostrčil und Josef Suk zum Vorbild.

Werke

Opern (Bukovín, Baník, Nevĕsta messinská [Die Braut von Messina], Šárka, Pád Arkuna [Arkunas Fall]); Melodramen (Trilogie Hippodamia); Orchesterwerke: Symphonische Dichtungen (Záboj, Slavoj a Luděk, Toman a lesní panna [Toman und die Waldfee], Bouře [Der Sturm]), Ouvertüren, Sinfonien; Klaviermusik; Lieder. NA: L. Boháček et al. (Hg.), Soubourné vydáni děl Zdeňka Fibicha 1950–67.

Schriften

  • Kritiken für die ZsDalibor.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

18.2.2002

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Fibich, Zdeněk (Zdenko) Antonín Václav“ (18.2.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cd66 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.