Studierte am Grazer Konservatorium Oboe und Klavier, 1954–58 an der MHsch. Mozarteum Salzburg Oboe, Dirigieren und Tonsatz, 1958–61 an der MHsch. Wien Komposition (bei K. Schiske), ferner bei H. Jelinek und J. Mertin. War in Graz Musikkriker und (General-)Sekretär des Musikvereins für Steiermark (1962–70). Gründungsmitglied des Forum Stadtpark und des steirischen herbstes (Musikprotokoll), 1962–71 Gründer und Leiter der Konzerte der Jeunesses musicales. 1971 wurde P. Abteilungsleiter bei der Universal Edition. Daneben unterrichtete er, war 1976/77 Leiter des Konzertbüros der Stadt Innsbruck und gründete 1979 die International School of Music Vienna (Leitung bis 1982). 1981 erhielt er eine Professur am Konservatorium der Stadt Wien (Musiklehranstalten Wien). P.s Elektronische Etüde gilt als die erste elektronische Komposition in Österreich.
Ehrungen
- Förderungspreis der Stadt Graz für Musik 1963
- Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung 1975/76
- Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich 1976
- Anerkennungsdiplom Kompositionswettbewerb Fribourg/CH 1985
Werke
Kammeroper Das Haus Usher 1984; Vokalmusik (O unsichtbares Licht f. Sopran [Tenor] u. Org. [T: Thomas S. Elliot] 1975); Werke f. Orch. (Evokation 1961–63); Elektronische Etüde 1960; Kammermusik.
Schriften
- Die Kunst des Renaissance-Kontrapunkts. Ein praktisches Lehr- und Übungsbuch [o. J.]
Literatur
- MaÖ 1997
- Goertz 1979 u. 1994
- Riemann 1975
- W. Szmolyan in ÖMZ 25/10 (1970)
- https://de.wikipedia.org (1/2023)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
9.1.2023Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Portisch, Reinhold“ (9.1.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd8d (abgerufen am )
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