Aufgewachsen in Baden-Baden/D, wo sein Vater als Besatzungsoffizier den Südwestfunk mitbegründete. Durch seine Mutter, eine Opernsängerin, früh mit dem Musiktheater vertraut gemacht, begann P. nach seinem Studium in Paris, Strasbourg/F und Berlin ab 1950 zuerst als Bühnen- und Kostümbildner für Oper und Theater bzw. als Maler (wichtigstes Werk: Altar-Tryptichon für die Militärkirche Baden-Oos). 1961 führte P. erstmals Regie, zwei Jahre später erfolgte sein Debüt als Opernregisseur. Mit der Regie zu G. Rossinis Barbiere di Siviglia 1968/69 für die Salzburger Festspiele (H. v. Karajan) begann P.s Weltkarriere; legendär wurden seine Mozart-Inszenierungen für Salzburg (v. a. Zauberflöte und Le nozze di Figaro), die auch durch ihre Verbreitung durch die Massenmedien Maßstäbe setzten; gleiches gilt für P.s Zusammenarbeit mit N. Harnoncourt in Zürich/CH (Monteverdi-Zyklus).
Literatur
- M. W. Busch, J.-P. P. 2002
- Ulrich 1997
- Die Presse 12.8.1988
- Salzburger Nachrichten 11.8.1993
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
15.5.2005Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Ponnelle, Jean-Pierre“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd81 (abgerufen am )
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