Schüler von G. Legrenzi. 1685–90 Kapellmeister an der Kathedrale in Brescia, 1690 Organist der 2. Orgel, seit 1692 2. Kapellmeister an San Marco in Venedig. 1697–1718 war er auch Chordirektor am Conservatorio degli Incurabili. Zusammen mit M. A. Ziani war P. Beherrscher der venezianischen Opernszene. Nur zwei theatralische Werke wurden in Wien uraufgeführt: La Rosinda, 1685, und Le pazzie degli amanti, 1701; außerdem das Oratorium La Fenice, 1693.
Werke
ca. 85 Opern (fast alle in Venedig uraufgeführt); 9 Oratorien; Kirchenmusik; Orgelwerke (s. Tbsp.); Lieder.
Literatur
- NGroveD 19 (2001) [mit WV]
- MGG 10 (1962) [mit WV]
- Riemann 1961 u. 1975
- MGÖ 2 (1995)
- www.haendel.it/compositori/pollarolo.htm (10/2004) [mit WV]
- Stieger II/3 (1978)
Hörbeispiele
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
30.10.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Pollarolo (Polaroli), Carlo Francesco“ (30.10.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dd6d (abgerufen am )
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