Pio di Savoia, Luigi Antonio

* ?, † 18.3.1755 Padua/Republik Venedig (Padova/I)

Adeliger, Hofmusikdirektor, Gesandter

Stammte aus einer seit dem 14. Jh. nachweisbaren italienischen Adelsfamilie im Dienste der Este, die sie als Herrscher von Carpi/I einsetzten. P. war 1721–32 Cavagliere di musica (Hofmusik-Oberdirektor) mit 4000 fl Jahresgehalt und als solcher u. a. für die Leitung der italienischen Oper zuständig. Zwischen ihm und dem Hofkapellmeister J. J. Fux kam es zu Kompetenzstreitigkeiten. P. stand dem Präsidium der neuen, 1725 gegründeten Cäcilienbruderschaft an St. Stephan vor. 1729 führte er die Verhandlungen mit P. Metastasio, der im Folgejahr als poeta cesareo an den Wiener Hof kam. P. hatte sich wahrscheinlich schon längere Zeit am Wiener Hof aufgehalten und ist wohl mit jenem „Marchese Pio“ ident, der bei einer Adelsaufführung am Hof wenige Tage vor dem Tod Leopolds I. (1704) mitwirkte. 1732 wurde er Gesandter in Venedig.

Literatur

Autorinnen

  • Elisabeth Th. Hilscher
  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

15.5.2005

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Pio di Savoia, Luigi Antonio“ (15.5.2005), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00021d7c (abgerufen am )

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