Sohn des Lehrers und Organisten Jakob O., von dem er ersten Musikunterricht erhielt. 1865 Eintritt ins Benediktinerstift Marienberg bei Mals (Malles Venosta/I), 1866–70 Theologiestudium (1869 Priester). 1870–72 Lehrer für Mathematik, Physik und Gesang am Gymnasium in Meran, studierte O. 1872–76 Germanistik, Latein und Griechisch an der Univ. Innsbruck. Anschließend bis zu seinem Tod als Prof. und Regens chori in Meran tätig, war er 1886–1917 Direktor des Gymnasiums; zu seinen Schülern zählte J. Lechthaler. In seinen Kompositionen verband O. eine von Rich. Wagner beeinflusste Leitmotivtechnik mit altklassischer Polyphonie und zeigte sich als Anhänger des Cäcilianismus (einjähriges Studium an der Kirchenmusikschule in Regensburg/D bei F. X. Witt, Michael Haller und Franz Xaver Haberl).
Werke
Messen (Dreifaltigkeitsmesse 1907 [s. Tbsp.]), Litaneien, Te Deum, Gradualien, Offertorien, Hymnen, Lieder.
Schriften
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993 [Foto]
- ÖBL 7 (1978)
- J. Lechthaler in Musica Divina 7/11–12 (1919)
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
- Weissenbäck 1937
Hörbeispiele
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
15.6.2009Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Ortwein, P. Magnus OSB (Josef)“ (15.6.2009), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dc03 (abgerufen am )
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