Mysliveček (versch. Schreibweisen), Josef

* 9.3.1737 Prag, † 4.2.1781 Rom

Komponist

Das Studium an der Prager Univ. gab er 1753 auf, um Musiker zu werden. Zunächst Geiger, studierte er Kontrapunkt und Orgel und begann zu komponieren. 1763 ging er zur weiteren Ausbildung nach Venedig. Ab 1765 hatten M.s Opern großen Erfolg an italienischen Bühnen, v. a. in Neapel (Hoftheater und San Carlo). 1770 lernte er L. und W. A. Mozart in Bologna/I kennen, 1771 wurde er in die dortige Accademia filarmonica aufgenommen. Er unternahm Reisen nach Prag (1768), Wien (1772) und München (1777/78, zweite Begegnung mit Mozart). Danach war er in Venedig, Mailand und zuletzt in Rom tätig, wo er verarmt starb. Sein melodischer, die Stimme ideal zur Geltung bringender Stil machten M. zu einem der bekanntesten Opernkomponisten des 18. Jh.s.

Werke

Opere serie (Il Bellerofonte 1767; Demofoonte 1769/75; L’Ipermestra 1769; La Nitteti 1770; Ezio 1775/77); Oratorien (Isacco 1776); Symphonien, Konzerte, Sonaten.

Literatur

  • NGroveD 17 (2001)
  • MGG 9 (1961)
  • Riemann 1961
  • MGÖ 2 (1995)

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Mysliveček (versch. Schreibweisen), Josef“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001dabf (abgerufen am )

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