Müller (Mueller), Leo

* 19.9.1906 Wien, † 17.9.2003 Wien

Dirigent, Musikproduzent, Pädagoge

Studierte 1921–26 an der Wiener MAkad. Klavier bei Josef Hoffmann, Theorie bei J. Marx, war 1926/27 Korrepetitor an der Volksoper Wien, 1927–33 Dirigent am Deutschen Theater in Prag (Zusammenarbeit mit den Dirigenten William [Hans Wilhelm] Steinberg und G. Szell), 1933–37 als Gastdirigent tätig (1934/35 in Leningrad [St. Petersburg/RUS]). 1937 emigrierte M. in die USA (Exil), wo er schon ab 1933 als Konzertbegleiter gewirkt hatte, war Mitarbeiter bei verschiedenen Opernproduktionen in Kalifornien und bei Filmen, ab 1941 in New York bei Broadway-Produktionen und im Rundfunk (Sendungen für die von Deutschland besetzten Gebiete) beschäftigt, dann Mitarbeiter des Office of War Information. 1945 ging er als Chordirigent und Korrepetitor an die Metropolitan Opera, hatte ab 1950 diverse Engagements in Europa und Nordamerika und kehrte 1976 nach Wien zurück, wo er die Leitung des Opernstudios der Wiener Staatsoper übernahm (Schüler u. a. Ramón Vargas). M. war mit der Sopranistin Tomiko Kanazawa (* 1915 Japan) verheiratet, die u. a. auch im Wiener Raimundtheater auftrat.

Ehrungen

  • Prof.-Titel

Literatur

  • Orpheus im Exil 1995
  • Kosch 2 (1960)
  • Kürschner 1954
  • Ulrich 1997

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Müller (Mueller), Leo“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da53 (abgerufen am )

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