Kam 1805 als Kunsthändler nach Wien, übernahm 1807 die Firma H. Löschenkohl und die Kunsthandlung von Lucas Hohenleitter, dessen Witwe Dorothea er ca. 1810 heiratete. Ab 1812 nannte M. sein Geschäft H. Fr. M.sche, vorm. Hohenleitters Kunsthandlung. 1820 wurde M. Generalvertreter des Mainzer Verlags B. Schotts Söhne, 1833 Vorstand des Wiener Kunsthandlungsgremiums. Erst 1845 machte er sich als Musikverleger selbständig. M. verlegte neben Werken von u. a. C. Czerny, E. S. Engelsberg, F. v. Flotow, F. v. Suppè v. a. zeitgenössische Modekomponisten, kam aber auch mit Joh. Strauss Sohn Geschäft. Nach M.s Tod führte seine Witwe die Firma zunächst weiter, verkaufte sie aber 1858 an Franz Wessely und Friedrich Büsing (Wessely & Büsing).
Literatur
- MGG 9 (1961)
- A. Weinmann, Wr. Musikverleger u. Musikalienhändler von Mozarts Zeit bis gegen 1860 , 1956
- A. Weinmann in ÖMZ 12 (1957)
- Wurzbach 19 (1868)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
6.3.2017Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Müller, Heinrich Friedrich“ (6.3.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da2c (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

