Motte, Diether de la

* 30.3.1928 Bonn/D, † 15.5.2010 Berlin/D

Komponist und Musiktheoretiker

Studierte in Detmold (Komposition, Klavier und Chorleitung) und Darmstadt (Ferienkurse u. a. bei E. Krenek); ab 1950 Dozent und ab 1955 Musikkritiker in Düsseldorf; 1959–62 beim Verlag Schott; lehrte ab 1962 an der Hamburger MHsch., 1964 Prof., 1972 Präsident der Freien Akademie der Künste, 1982–88 Prof. an der MHsch. von Hannover, 1987 Gastprofessor an der Wiener MHsch., 1988–96 dort (erster) Lehrstuhl für Musiktheorie. Er war mit der deutschen Musikwissenschaftlerin Helga de la M.-Haber (* 1938) verheiratet. Grundlage seiner Harmonielehre ist die Funktionstheorie, kennzeichnend ist ein historisierender Zugang und das Abstrahieren von Regeln aus den Werken verschiedener Komponisten, ohne ein vorgefertigtes System zu präsentieren.

Werke

Werke für Musiktheater, Orchester-, Kammer-, Chor-, Klavier- und Orgelmusik; Hörtheater für Sing- und Sprechstimmen und Melodieinstrumente; Lieder für einen „Singenden Klavierspieler“.

Schriften

Literatur

  • NGroveD 17 (2001)
  • MGÖ 3 (1995)
  • www.aeiou.at
  • pers. Mitt. D. d. l. M

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Motte, Diether de la“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da28 (abgerufen am )

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