Studierte in Detmold (Komposition, Klavier und Chorleitung) und Darmstadt (Ferienkurse u. a. bei E. Krenek); ab 1950 Dozent und ab 1955 Musikkritiker in Düsseldorf; 1959–62 beim Verlag Schott; lehrte ab 1962 an der Hamburger MHsch., 1964 Prof., 1972 Präsident der Freien Akademie der Künste, 1982–88 Prof. an der MHsch. von Hannover, 1987 Gastprofessor an der Wiener MHsch., 1988–96 dort (erster) Lehrstuhl für Musiktheorie. Er war mit der deutschen Musikwissenschaftlerin Helga de la M.-Haber (* 1938) verheiratet. Grundlage seiner Harmonielehre ist die Funktionstheorie, kennzeichnend ist ein historisierender Zugang und das Abstrahieren von Regeln aus den Werken verschiedener Komponisten, ohne ein vorgefertigtes System zu präsentieren.
Werke
Werke für Musiktheater, Orchester-, Kammer-, Chor-, Klavier- und Orgelmusik; Hörtheater für Sing- und Sprechstimmen und Melodieinstrumente; Lieder für einen „Singenden Klavierspieler“.
Schriften
- Musikalische Analyse 1968
- Harmonielehre 1976
- Kontrapunkt 1981
- Musik bewegt sich im Raum 1987
- Musik ist Spiel 1989
- Melodie 1993
- Wege zum Komponieren 1996
- Musik formen 1999
- Zartbitter (Sprachkompositionen, Gedichte, Texte für Lieder, Chöre, Hörtheater und Musiktheater) 2001
Literatur
- NGroveD 17 (2001)
- MGÖ 3 (1995)
- www.aeiou.at
- pers. Mitt. D. d. l. M
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Motte, Diether de la“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001da28 (abgerufen am )
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