War als Hoflauten- und Geigenmacher Nachfolger von J. P. Schorn. Durch die Vermählung mit dessen Witwe (1719) war er mit dem Geigen- und Lautenbauer Jacob Weiß verwandt. 1730 heiratete er ein zweites Mal. Seine Instrumente sind jenen J. Stainers nachgeahmt. Eine Kindergeige von M. (1746) dürfte W. A. Mozart gespielt haben. Aufgrund einer falschen Lesung seiner Geigenzettel begegnet M. in der Literatur auch als „Mayrhof“. Von seinen Söhnen wurde Ferdinand (* 10.4.1720 Salzburg, † 4.2.1787 Salzburg) 1764 sein Nachfolger, Andreas (* ca. 1731 Salzburg, † 6.3.1794 Salzburg) war vermutlich ebenfalls Geigenbauer und 1759–94 Violinist der Salzburger Hofmusikkapelle (ab 1753 unbesoldet).
Werke
8 Violinen, Viola, Violoncello; Tenorviola (1746, verschollen); Lauten.
Literatur
- Hintermaier 1972
- K. u. A. Birsak, Gambe – Cello – Kontrabass 1996, 200
- MGG 8 (1960)
- Lütgendorff 1922 u. 1990
- MGÖ 2 (1995)
- Schneider 1935
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Mayr, Andreas Ferdinand“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d925 (abgerufen am )
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